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P.E.N. Zentrum deutschsprachiger Autoren im Ausland


Ein Leugner des Holocaust als verfolgte Unschuld —
Oder: Eine Lüge ist auch nur eine Meinung


Im November 2005 wurde der Holocaust–Leugner David Irving in Österreich verhaftet und wegen „Geschichtsfälschung“ angeklagt. Das Writers in Prison-Komitee nahm Irving daraufhin als „verfolgten Schriftsteller“ in seine Caselist auf. Da wir der Überzeugung sind, daß zwischen einer Lüge und einer Meinungsäußerung durchaus Welten liegen, protestierte unser Zentrum gegen diesen Umstand und brachte einen Antrag auf der diesjährigen Hauptversammlung des Internationalen PEN in Dakar ein, um zu verhindern, daß weitere Lügner und Hassprediger ihren Weg in die WiP-Caselists fänden. Dieser Antrag scheiterte — bislang — an einer mehrheitlich geäußerten Auffassung von Meinungsfreiheit, die mehrfach nachgewiesenes Lügen als schützenswerte Meinungsäußerung ansieht. Eine weitere Debatte wurde auf die nächste Versammlung des WiP-Komitees in Glasgow verschoben.

Da wir nicht bereit sind, diese Sache bis dahin auf sich beruhen zu lassen, und da David Irving und andere fortfahren, ihre Lügen zu verbreiten, welche vom WiP-Komitee nach einer Verhaftung oder im Falle einer Anklage womöglich wieder als schützenswerte Meinungsäußerungen angesehen werden könnten, sind wir fest entschlossen, diese Sache bei jeder sich bietenden Gelegenheit vor dem Internationalen PEN und seiner Mitgliedschaft zu vertreten.

Hierbei ist uns jeder Diskussionsbeitrag, sei es im Forum oder per Mail an unseren Webmaster, die wir mit dem Einverständnis und unter Angabe des Verfassers im Forum veröffentlichen werden, herzlich willkommen.

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